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Übernahme von Hamburg-Süd: Maersk bekommt Probleme mit Koreanern

Der dänische Branchenprimus Maersk muss für die Übernahme der deutschen Traditionsreederei Hamburg Süd doch noch ein paar Steine aus dem Weg räumen. Die südkoreanische Wettbewerbsbehörde „Fair Trade Commission“ (FTC) hegt große Bedenken gegen die rund vier Milliarden US-Dollar schwere Transaktion und fordert den Ausstieg von Hamburg Süd aus bestehenden Allianzen für bestimmte Routen nach Fernost sowie Mittel- und Südamerika. Auch dürften keine Kooperationen verlängert werden. Die Behörde sieht den Markt dadurch unverhältnismäßig stark eingeschränkt.

So wie es aussieht, lenken die beiden Reedereien ein und wollen die Vorgaben der Wettbewerbshüter erfüllen. Maersk hatte die Genehmigung der Fusion bei der Behörde in Seoul beantragt. Dies ist für ausländische Unternehmen, die in Südkorea aktiv sein wollen, zwingend vorgeschrieben, sobald der potenzielle Umsatz umgerechnet rund 18,4 Millionen US-Dollar übersteigt.

Andere Staaten scheinen weniger Probleme mit der geplanten Übernahme zu haben. So gaben China und Brasilien bereits grünes Licht – und zwar ohne größere Auflagen.