Schiffsfonds

Schiffe sind sehr kapitalintensive Investitionen, die in früheren Zeiten institutionellen oder großen Investoren vorbehalten waren. Mit der Auflage von Schiffsfonds in Form von Publikumsgesellschaften wurde es erst für eine breitere Bevölkerung möglich, in Schiffe zu investieren und damit an den Entwicklungen der Weltwirtschaft zu partizipieren.

Historie der Schiffsfonds

Von jeher stellte die Finanzierung eines Schiffes für Reeder eine finanzielle Herausforderung dar, denn das benötigte Kapital überstieg auch in früheren Zeiten vielfach die vorhandenen Geldmittel. Schon im Mittelalter taten sich daher erstmals Kaufleute in den Hansestädten zusammen, um gemeinsam den Bau und Betrieb der damaligen Hansekoggen zu ermöglichen. Dabei wurden keine Kredite an den Kapitän oder Reeder des Schiffes gegeben, sondern die Geldgeber, die man als Parten bezeichnete, wurden Miteigentümer des Schiffes und somit am Ertrag des Unternehmens beteiligt. Mit zunehmender Größe der Schiffe stieg auch das Investitionsvolumen in der Schifffahrt und damit der Kapitalbedarf. Auch heute gibt es noch die Partenreederei als Rechtsform, wenn Kaufleute mit unbeschränkter persönlicher Haftung gemeinsam eine Schifffahrtsgesellschaft betreiben. Allerdings können seit Inkrafttreten des Gesetzes zur Reform des Seehandelsrechts am 25. April 2013 keine neuen Partenreedereien mehr gegründet werden.

Schiffsfonds - Aktuelle Lage in der Schifffahrt

Die Handelsschifffahrt ist der am nachhaltigsten von der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise betroffene Bereich. Vor Beginn der Krise in 2008 waren Schiffsfonds noch das größte Segment innerhalb der geschlossenen Fonds, doch seitdem sinken deren Platzierungen kontinuierlich. Das Management unseres Hauses arbeitet sehr intensiv an Lösungen zur Überbrückung der weltweiten Schifffahrtskrise – unter Einbeziehung der involvierten Charterer, der Banken mit ihren Fremdfinanzierungen und ebenso der Kommanditisten der betroffenen Schiffsfonds.