So entwickelt sich der Immobilienmarkt 2022

Corona hat auf dem Immobilienmarkt viel verändert. Trotzdem wurde noch nie so viel Kapital in diesen Markt investiert wie 2021.

Insbesondere der Bereich Wohnen performte 2021 stark. Das Transaktionsvolumen lag bei etwa 50 Mrd. € und damit bei gut der Hälfte des Transaktionsvolumens des gesamten Immobilienmarktes von 100 Mrd. €. Ein ebenfalls starkes Wachstum zeigte der Bereich Logistik, da der Onlinehandel im Zuge der Corona-Pandemie erheblich zugenommen hat, was zu einer steigenden Nachfrage an Logistikflächen führte.

Ein weiteres Immobilieninvestment, das sich weiterhin aufgrund des demografischen Wandels positiv entwickelt, sind Pflegeheime. Der Bereich der Health Care Immobilien ist zudem wesentlich vielfältiger geworden und bietet weitere attraktive Investmentmöglichkeiten. Neben den klassischen Pflegeheimen sind insbesondere Formen des betreuten Wohnens zu einem beliebten Investment geworden.

Im Bereich des Einzelhandels sind Nahversorger – vor allem der stationäre Lebensmitteleinzelhandel und Drogerien – ein klarer Gewinner der Pandemie. Wachstumsstark und nicht durch Schließungen betroffen, bringt das Segment in jedes Portfolio gute Stabilität. Das wird sich auch 2022 nicht ändern. Als erfahrener Emittent setzt die Dr. Peters Group bei ihrem aktuellen Produkt "Immobilienportfolio Deutschland I" daher auch einen klaren Fokus auf diese Assetklasse.

Eine leicht rückläufige Tendenz ist im Bereich der Shoppingcenter zu erkennen. Diese bewegen sich aber noch immer im zweistelligen Milliarden-Euro-Bereich und werden nach Expertenschätzungen auch 2022 attraktiv bleiben – unter anderem deshalb, weil die während der Pandemie oftmals neu verhandelten Mietverträge für ein stabileres Risiko-Rendite-Verhältnis sorgen.

Wie sich das aktuelle Jahr für die Hotelbranche entwickeln wird, ist weiterhin stark abhängig von den Auswirkungen der Pandemie. Mittelfristig spricht jedoch einiges dafür, dass der Hotelmarkt über die aktuelle Situation hinaus attraktive Renditechancen bietet. Im zweiten und dritten Quartal 2021 konnte bereits eine deutliche Erholung erkannt werden. Diese Erholung wird sich in den kommenden Jahren verstetigen, davon gehen die meisten Expert*innen aus. Trotz der Erholung wird die Branche aber nicht umhinkommen, neue Konzepte und neue Geschäftsfelder voranzutreiben und zu erschließen.

Ebenfalls ein Wandel wird im Bürogebäudesegment vonnöten sein. Hier ist das Transaktionsaufkommen von 30 auf 22 Prozent zurückgegangen. Zwar kehren Angestellte in Büros zurück, um den persönlichen Austausch und Raum für konzentriertes Arbeiten zu suchen, aber gleichzeitig wird auch die Flexibilität der Heimarbeit sehr geschätzt. An diese neue Dynamik müssen sich Arbeitgeber anpassen und neue Bürokonzepte umgesetzt werden. Welchen Einfluss dies konkret auf das Bürogebäudesegment hat, ist heute noch nicht eindeutig abschätzbar.